Was ist bei der Wahl des Forexbrokern zu beachten?

Bei der Wahl des passenden Forexbrokers gilt es einiges zu beachten. Das Marktmodell des Brokers spielt ebenso eine Rolle wie Handelsplattform, Konditionen im Handel, Regulierung und Einlagensicherung sowie der Schutz vor Nachschusspflichten.

Welche Fragen sollte sich ein Forextrader vor dem Vergleich der Devisenhändler stellen?

      • Gibt es eine Präferenz für Market Maker, STP- oder ECN Broker?
      • Darf es auch ein Broker aus dem Ausland sein?
      • Kommt nur MetaTrader als Handelssoftware in Frage?
      • Ist ein Einzahlungsbonus erwünscht bzw. maßgeblich für die Entscheidung?

Wenn diese Fragen geklärt sind gilt es, Broker anhand konkreter Angebotsmerkmale zu vergleichen:

      • Zuständige Regulierungsbehörde
      • Sicherheit der Kundengelder
      • Handelsplattform und Zugangswege
      • Marktmodell (STP, ECN etc.)
      • Konditionen im Handel (Spreads, Kommissionen, Neukundenboni)
      • Basiswerte-Katalog
      • Marginanforderungen
      • Kundenservice
      • Community/Social Trading
      • Airbag-Funktion/Schutz vor Nachschusspflichten

Der Vergleich von Forex Brokern ist aufwändiger als ein Strompreis- oder Tagesgeldvergleich. Das liegt zum einen daran, dass mehr Merkmale berücksichtigt werden müssen. Zum anderen sind auch die Vergleichsmöglichkeiten im Internet nicht ganz so weit entwickelt wie bei Massenprodukten. Wer die wichtigsten Eigenschaften guter Broker kennt, findet aber schnell zum Ziel.

Regulierung und Aufsichtsbehörde

Zuständig ist die Finanzaufsicht im Hauptsitzland des Brokers. Etwaige Zweigniederlassungen im Ausland sind dafür unbedeutend. Manche Broker führen die deutsche Bafin oder die britische FCA als Aufsichtsbehörden auf, obwohl sie in diesen Ländern nur mit einer Zweigniederlassung vertreten sind. Die Behörden sind dann nur für unwesentliche Punkte zuständig. Wo sich der Hauptsitz des Brokers befindet lässt sich z.B. im Impressum auf der Homepage der Anbieter erfahren.

Einlagensicherung

Spätestens wenn einem Broker größere Beträge anvertraut werden ist ein Blick auf die Einlagensicherung wichtig. Die meisten Broker verwahren die Kundengelder bei Banken. Diese sollten genannt werden und an eine belastbare Einlagensicherung (z. B. Deutschland, Großbritannien) angebunden sein. Die Verwahrung der Kundengelder sollte auf segregierten Einzelkonten und damit getrennt vom Betriebsvermögen des Brokers erfolgen.

Handelsplattform und Zugangswege

MetaTrader4 hat sich zu einem Branchenstandard entwickelt und reicht für die Erfordernisse von Einsteigern, Fortgeschrittenen und – in weiten Teilen – auch Profis aus. Doch auch wenn ein Broker eine andere Plattform anbietet muss das kein Nachteil sein.

Entscheidend sind der Funktionsumfang (Charting und Analyse, integrierte News, automatisierter Handel etc.) und die Stabilität und Zuverlässigkeit. Wer mobil und/oder webbasiert handeln möchte muss auf entsprechende Angebote achten. Auch bei MetaTrader4-Brokern stehen nicht automatisch alle Zugangswege offen.

Marktmodell

Einsteigern kann es egal sein, ob der Broker ein Market Maker ist oder STP/ECN-Trading anbietet. Diese Frage wird erst bei größeren Handelsvolumina interessant: STP und ECN Broker sind tendenziell etwas günstiger als Market Maker. Dafür schneiden diese ihre Angebote sehr häufig auf Einsteiger zu und bieten viele Webinare, Tutorials usw.

Konditionen im Handel

Die Kosten im FX Handel setzen sich aus mehreren Bestandteilen zusammen: Spreads, Kommissionen, Finanzierungskosten und Gebühren/Versicherungsprämien für garantierte Stops. Ein Kostenvergleich macht nur Sinn, wenn er alle diese Kostenblöcke berücksichtigt: Einige Broker bieten kommissionsfreien Handel an, setzen dafür aber weitere Spreads usw. Einsteiger sollten sich nicht von dem Versprechen „fixer Spreads“ blenden lassen: Dadurch lässt sich selten günstiger handeln.

Basiswerte-Katalog

Einige Forex Broker bieten ein Dutzend Währungspaare zum Handel an, andere 120. Grundsätzlich gilt: Je mehr Währungen gehandelt werden können, desto besser. Darüber hinaus können Trader davon ausgehen, dass Broker mit einem breiten Basiswerte-Katalog in der Lage sind, gute Konditionen mit Banken auszuhandeln. Viele Broker bieten über Währungen hinaus CFDs an.

Marginanforderungen

Je niedriger die Marginanforderungen des Brokers, desto mehr Geld kann mit dem Kontoguthaben im Markt bewegt werden. Dennoch gilt nicht pauschal „Je weniger Margin desto besser“: Dass einige Broker den Handel mit dem bis zu 400fachen des Einsatzes anbieten ist schlichtweg unsinnig. Maximale Hebel von 50:1 bis 100:1 reichen vollkommen aus. Was darüber hinausgeht ist kein Verkaufsargument!

Kundenservice

Mögliche Servicekanäle sind E-Mail, Chat und Telefon. Beratung in einer Filiale ist nur in Ausnahmefällen möglich. Nicht alle Broker nutzen alle Kommunikationswege. Vorteilhaft ist eine während der gesamten Handelszeiten gut erreichbare telefonische Kundenbetreuung.

Achtung: bei einigen Brokern können Kunden sich nicht darauf verlassen, dass jederzeit entweder Deutsch oder Englisch gesprochen werden kann. Das ist meist schon am Internetauftritt erkennbar.

Community / Social Trading

In den Bereichen Social Trading und Community sind die Unterschiede besonders groß. Einige Broker bieten nicht einmal ein Forum zum Austausch unter Kunden, andere haben längst Trading-Netzwerke entwickelt. Diese sind in der Regel auch über ein Demokonto zugänglich.

Airbag-Funktion/Schutz vor Nachschusspflichten

Ein Pluspunkt im Vergleich ist der rechtsverbindliche Ausschluss von Nachschusspflichten zulasten des Kunden: Das Handelskonto kann dann unter gar keinen Umständen ins Minus rutschen. Achtung: Formulierungen wie „durch das im System festgelegte Closeout-Level werden Trader vor Verlusten geschützt“ sind in der Regel nicht rechtsverbindlich.

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