Charttechnik als Werkzeug für Forex Trader

Die Charttechnik ist für Forex Trader unverzichtbar: Sie bietet konkrete und erfolgversprechende Ein- und Ausstiegssignale und ist leicht erlernbar. Forex Broker integrieren in ihre Handelsplattformen fast immer alle für Privatanleger erforderlichen Tools zur Technischen Marktanalyse. Einsteiger sind oft beeindruckt von der großen Anzahl an Indikatoren und Zeichenwerkzeugen.

Doch es gibt Entwarnung: Nahezu alle Ansätze in der Technischen Analyse basieren auf einer Handvoll Konzepten.

Trends als Basis der Technischen Analyse

Trends können aufwärts, abwärts und seitwärts verlaufen und bilden bereits aus sich heraus Ein- und Ausstiegssignale. Aus Trends heraus bilden sich Widerstand und Unterstützung sowie alle charttechnischen Formationen, ganz gleich ob diese nun trendumkehrend oder trendbestätigend wirken.

Viele Technische Analysten vergleichen ihre Arbeit mit der eines Archäologen: Dieser legt in Kleinarbeit Stück für Stück einer Grabungsstätte frei und erhält mit jedem zusätzlich freigelegten Quadratzentimeter zusätzliche Informationen. Diese ergeben nach und nach ein aussagekräftiges Bild und erlauben belastbare Rückschlüsse.

Ganz ähnlich funktioniert die Technische Marktanalyse:

  • Im ersten Schritt geht es darum festzustellen, ob sich ein Markt überhaupt in einem relevanten (also aussagekräftigen) Trend befindet und in welche Richtung dieser Trend zeigt.
  • Im zweiten Schritt wird analysiert, wie sich der Markt innerhalb dieses Trends verhält: Schwächt er sich allmählich ab oder gewinnt er an Dynamik? Verläuft der Trend unter starken Schwankungen oder stabil?

Kursformationen als größte Puzzleteile

Wer sich mit den Konzepten der Technischen Marktanalyse vertraut macht, verbessert die eigene Urteilskraft.

  • Wie ist es zu bewerten, wenn der Markt aus seinem Trend ausbricht?
  • Handelt sich um eine Trendumkehr oder lediglich um einen Korrekturphase mit anschließender Wiederaufnahme des Trends?

Die Technische Analyse liefert für diese in der Trading-Praxis sehr wichtigen Fragen konkrete Antworten z. B. durch die Einteilung von Trendbrüchen in Fortsetzungs- und Bestätigungsformationen.

Erfolgreiches Handeln am Devisenmarkt setzt zwei Dinge voraus:

  • Erstens eine möglichst hohe Trefferquote, also ein günstiges Verhältnis zwischen Trades die im Gewinn enden und Trades die mit einem Verlust geschlossen werden.
  • Zweitens müssen die Gewinntrades deutlich mehr einbringen als die Verlusttrades kosten. Das wird vor allem durch eine konsequente Begrenzung des Risiko erreicht.

Kombination mit Markttechnik und Risikomanagement

Hier bietet die Charttechnik einen weiteren Vorteil: Nahezu alle Konzepte rund um Trends, Formationen und Widerstände liefern konkrete Ausstiegskriterien mit. Werden diese sinnvoll mit einer Stop Loss-Strategie kombiniert lässt sich bereits mit einfachsten Mitteln und geringem Zeitaufwand eine erfolgversprechende und in sich geschlossene Handelsstrategie entwickeln, die den Strategien von Banken, Hedgefonds und Managed Accounts in Nichts nachstehen muss.

Die Charttechnik ist neben der Markttechnik die zweite wichtige Teildisziplin der Technischen Analyse. Charttechnik verlangt etwas mehr Intuition – belohnt diese aber auch rasch. Da anders als bei der Markttechnik Signale nicht nur durch Formeln und mathematische Schnittpunkte bestätigt werden, ist die Charttechnik auch etwas anfälliger für Fehler.

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