Forex traden mit Fortsetzungsformationen

Zugegeben, die Namen der bekanntesten Fortsetzungsformationen erinnern eher an den Geometrieunterricht und Werkbank als an Trading: Dreiecke, Flaggen, Keile, Rechtecke und Wimpel liefern jedoch wertvolle Informationen über die künftige Marktentwicklung. Sie treten inmitten eines bestehenden Trends auf und bestätigen diesen. Kurzum: Wo eine Fortsetzungsformation entdeckt wird, lohnt sich der Einstieg bzw. das Halten der Position.

Flagge

Eine „bullishe“ Flagge bestätigt einen Aufwärtstrend. Ihr geht die Überwindung eines (meist starken) Widerstand voraus. Im Anschluss daran steigt der Markt steil an: Der steile Anstieg wird als „Fahnenstange“ bezeichnet. Nach dem starken Kursanstieg folgt eine moderate Konsolidierung gegen den Trend. Diese erscheint im Chart als leicht abwärts gerichteter Trendkanal (parallele Linien), in dem mehrere Hochs und Tiefs entstehen. Der Ausbruch aus diesem Trendkanal markiert die Vollendung der Flaggen-Formation und ist ein klares Kaufsignal!

Wimpel

Wimpel sind Flaggen sehr ähnlich: Auch hier wird zunächst ein Widerstand durch eine starke Kursbewegung durchbrochen. Die nachfolgende Konsolidierung entgegen der Trendrichtung fällt ebenfalls moderat aus. Anstatt eines Trendkanals mit parallelen Trendlinien erscheint sie beim Wimpel aber innerhalb eines Dreiecks, dessen Spitze nach „rechts“ zeigt. Die Formation ist vollendet wenn der Kurs in Trendrichtung aus dem Dreieck ausbricht.

Keile

Ein Keil ist eine gegen die Trendrichtung verlaufende Konsolidierung. In einem Aufwärtstrend verläuft der Keil fallend: Innerhalb des Keils bilden sich tiefere Tiefs und Hochs. Diese spitzen sich jedoch nach rechts hin immer weiter zu, bis irgendwann der Ausbruch in Trendrichtung erfolgt und der Trend sich fortsetzt. Keile treten üblicherweise in sehr viel weniger dynamischen, aber häufig auch beständigeren Trend auf als Flaggen und Wimpel. In einem Abwärtstrend verläuft der Keil steigend.

Rechteck

Ein Rechteck ist eine Konsolidierung in Form eines vorübergehenden Seitwärtstrends. Ein Aufwärtstrend legt eine Pause ein und geht in eine „Trading Range“ über. Dort bewegt sich der Markt für längere Zeit zwischen einem Widerstand und einer Unterstützung – die beiden Linien bilden die Begrenzung des Rechtecks. Die Formation ist mit dem Ausbruch in Trendrichtung vollendet. Eine Rückkehrbewegung in die Nähe des zuvor überwundenen Widerstands ist wahrscheinlich.

Dreieck (asymmetrisch)

Asymmetrische Dreiecke treten in Aufwärtstrends auf, wenn der Markt auf einen Widerstand stößt oder einen solchen ausbildet. Der Aufwärtstrend scheitert mehrfach an einer (nahezu) horizontalen Linie. Die Rückschläge fallen aber nach jedem gescheiterten Anlauf kleiner aus und die Tiefs nach dem Scheitern somit höher. Dadurch steigt die untere Linie des Dreiecks an. In einem Abwärtstrend erscheint die Formation als absteigendes Dreieck. Sie ist vollendet, wenn der Markt ein Stück vor der Spitze des Dreiecks in Trendrichtung ausbricht.

Dreieck (symmetrisch)

Das symmetrische Dreieck ist weitgehend identisch mit dem asymmetrischen Dreieck. Allerdings bilden sich im Laufe der Konsolidierung nicht nur höhere Tiefs, sondern auch tiefere Hochs aus (die Widerstandslinie verläuft leicht abgesenkt), so dass das Dreieck symmetrisch erscheint.

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