Darstellung von Trends mittels Trendlinien

„The trend is your friend – der Trend ist Dein Freund“ – jeder Technische Analyse wird diese bekannte und auch in der Börsenberichterstattung immer wieder anzutreffende Aussage ohne zu zögern bestätigen. Trends sind für Trader wie ein unerschöpflicher Rohstoff: Sie sind leicht auszumachen und bieten stets attraktive Chance/Risiko-Verhältnisse.

Wie definiert sich ein Trend? 

Trends können aufwärts, abwärts und seitwärts verlaufen. Ein Aufwärtstrend liegt vor, wenn mindestens zwei aufeinanderfolgende höhere Hochs und (!) Tiefs im Chart zu sehen sind. Ein Abwärtstrend definiert sich spiegelbildlich durch zwei aufeinanderfolgende tiefere Hochs und Tiefs. Trends können wenige Minuten oder mehrere Jahre andauern. Wichtig ist: Sind sie einmal entstanden, setzen sie sich mit einer größeren Wahrscheinlichkeit fort als dass sie umkehren.

Trendlinien als mächtiges Analyseinstrument 

Trendlinien sind das einfachste und zugleich eines der effektivsten Analyseinstrumente. Eine Aufwärtstrendlinie ist eine Gerade, die entlang der Tiefs eines Aufwärtstrends angelegt wird. Jedes Chartprogramm enthält neben weiteren Werkzeugen auch Trendlinien. Diese können mit dem Mauszeiger angelegt werden.

Eine Trendlinie macht die Verfassung des Marktes gut sichtbar. Bewegt sich ein aufwärts gerichteter Markt zu seiner Trendlinie, handelt es sich um eine Korrektur innerhalb des bestehenden Trends. Longpositionen (mit denen auf steigende Kurse gesetzt wird) bieten sich deshalb bei Kursen nahe der Aufwärtstrendlinie an. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Markt von hier aus zulegt, ist sehr hoch.

Die Aussagekraft einer Trendlinie ist umso größer, je häufiger sie bereits durch den Markt getestet wurde. Trader sollten deshalb nach möglichst etablierten Trendlinien suchen. Die meisten Broker bieten einige Dutzend Währungspaare zum Handel an. Eine profitable Strategie kann schon allein daraus bestehen, in Märkte zu investieren die bei einer Korrektur auf eine mindestens dreimal getestete Trendlinie zulaufen.

Bruch der Trendlinie als Ausstiegssignal 

Besonders vorteilhaft: Trendlinien liefern die Verlustbegrenzung gleich mit. Fällt ein aufwärts gerichteter Markt unter seine Trendlinie sollten Trader aus ihren Longpositionen aussteigen. Keinesfalls sollte dann automatisch auf fallende Kurse gesetzt werden: Nach dem Bruch einer Trendlinie folgt selten sofort ein Kurssturz. Meistens bewegt sich der Markt dagegen für lange Zeit seitwärts.

Trendkanäle sind eine Erweiterung des Trendlinien-Konzeptes. Ein Trendkanal besteht aus einer Trendlinie und einer weiteren, parallel zu dieser verlaufenden Linie. Die parallele Linie wird in Aufwärtstrends in der Regel am höchsten Kurs des Trends platziert. Viele kurzfristige Trading-Strategien handeln Bewegungen innerhalb des Trendkanals: Bewegt sich der Markt im oberen Bereich des Kanals wird auf eine Korrektur gesetzt. Dadurch stehen im Vergleich zum einfachen Trendlinienkonzept zusätzliche Handlungsoptionen offen.

Wie platziert man Trendlinien richtig ?

Viele Trader fragen sich, wo genau die Trendlinie bei Balken- und Kerzencharts eigentlich platziert wird: Zur „Auswahl“ stehen die Hoch- und Tiefpunkte sowie die Schlusskurs der jeweiligen Perioden. Die Erfahrung zeigt, dass Trendlinien am besten entlang der Schlusskurse platziert werden. Während einer Handelssitzung kann der Markt seine Trendlinie durchaus einmal durchbrechen. Kehrt er kurz danach wieder in den Trend zurück, bestätigt dies diesen umso mehr.

Es gibt einen kleinen Trick zur richtigen Platzierung der Trendlinie an Balken- und Kerzencharts. Dazu wird in den Charteinstellungen zunächst die Chartart „Lininechart“ gewählt und die Trendline  entlang der Hochs bzw. Tiefs angelegt. Anschließend wird die Chartart gewechselt: Da Liniencharts nur Schlusskurs enthalten, verläuft die Trendlinie danach automatisch entlang der Schlusskurse im Balken- bzw. Kerzenchart.

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