Forex traden mit Widerstand und Unterstützung

Jeder kennt Situationen, an denen es bei einem bestimmten Punkt einfach nicht weitergehen will. Solche Situationen „kennt“ auch der Markt. Die Technische Analyse bezeichnet solche Situationen als Widerstand bzw. Unterstützung. Ein Widerstand liegt grundsätzlich immer dann vor, wenn der Markt nach einem Hoch wieder fällt: Das vorangegangene Hoch ist dann ein Widerstand. Besonders relevant ist ein Widerstand, wenn der Markt mindestens zweimal daran gescheitert ist. Für Unterstützungen gilt auf dem Weg nach unten spiegelbildlich dasselbe.

Widerstand wird nach Durchbruch zur Unterstützung

Die am leichtesten nachvollziehbare Form von charttechnischen Widerständen sind Doppel- oder Dreifach- Tops bzw. Downs. Der Markt kehrt dann mehrfach an einem bestimmten Kursniveau zurück. Je häufiger das geschieht, desto stärker ist der Widerstand bzw. die Unterstützung. Das Kursniveau kann mit einer horizontalen Linie markiert werden. Durchbricht der Markt es, gilt das als Kaufsignal bei Widerständen bzw. Verkaufssignal bei Unterstützungen.

Eine wichtige Eigenschaft von Widerstand und Unterstützung ist, dass sich ihre Funktion nach dem Durchbruch umkehrt: Ein überwundener Widerstand wird zur Unterstützung. Für Trader ist das sehr praktisch, weil ein Ausstiegspunkt mit dem Kaufsignal mitgeliefert wird.

Es ist wichtig zu verstehen, dass Widerstände nicht nur in Form horizontaler Kursniveaus auftreten. Auch eine Trendlinie fungiert als Widerstand bzw. Unterstützung. Solange ein Aufwärtstrend über seiner Trendlinie verläuft wirkt diese wie eine Unterstützung. Unterschreitet der Markt die Linie, wird sie für die Zukunft zum Widerstand.

Was Widerstände noch verraten

Besonders aussagekräftig sind Kreuzwiderstände, bei denen ein horizontaler Widerstand und eine Trendlinie gemeinsam auftreten. Läuft der Markt auf einen solchen Widerstand zu ist es sehr unwahrscheinlich, dass er ihn – zumindest im ersten Anlauf – überwindet. Trader können deshalb mit guten Chancen auf ein Abprallen vom Kreuzwiderstand setzen. Wird der Kreuzwiderstand überwunden ist dies eines der stärksten Kaufsignale die es gibt!

Das Verhalten des Marktes nach dem Durchbruch durch einen Widerstand verrät sehr viel über seine Verfassung. Die meisten Märkte kehren nach dem Durchbruch einige Zeit später wider in die Nähe des nun als Unterstützung fungierenden früheren Widerstands zurück und setzen ihren Weg nach oben erst nach dieser Rückkehrbewegung fort. Je schwächer die Rückkehrbewegung ausfällt, desto stärker ist die Schwungkraft des Marktes und damit sein Potenzial nach oben!

Bullenfalle und Bärenfalle

In der Praxis sollten Trader nicht sofort nach dem kleinsten Durchbruch eines Widerstands auf dessen nachhaltige Überwindung setzen. Sehr häufig überschreitet der Markt den Widerstand minimal, um dann wieder zurückzukehren. Dann handelt es sich um eine so genannte „Bullenfalle“: Ein auf steigende Kurse wettender Investor (Bulle) setzt verfrüht auf einen Ausbruch und erleidet damit Schiffbruch. Das Pendant zur Bullenfalle bei Unterstützungen ist die „Bärenfalle“.

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