Darstellung der Markttechnik und ihren Indikatoren

Die Markttechnik wird von einigen Technischen Analysten als Teildisziplin der Technischen Analyse, von anderen als eigenständiger Bereich bezeichnet. Die Markttechnik beschäftigt sich nicht mit Chartmustern, sondern ausschließlich mit Indikatoren. Indikatoren sind Formeln, die sich letztlich aus dem Kurs ableiten.

Der bekannteste und einfachste technische Indikator ist die 200-Tage-Linie, die auch als 200-Tage-Durchschnitt bezeichnet wird. Sie berechnet den durchschnittlichen Kurs des Marktes aus den jeweils letzten 200 Handelstagen und wird in den Chart eingezeichnet.

Ihre Aussage ist sehr einfach: Ein Kaufsignal liegt vor, wenn der Markt die Linie von unten nach oben durchkreuzt, ein Verkaufssignal entsteht im umgekehrten Fall bei einem Durchkreuzen von oben nach unten. Die 200-Tage-Linie gehört damit zu den trendfolgenden Indikatoren.

Was sind die Vorteile der Markttechnik?

Markttechnik hat gegenüber der Charttechnik zwei große Vorteile:

  • Sie ist objektiv.
  • Sie kann leicht in Programmiersprache umgesetzt werden.

Das Einzeichnen einer Trendlinie (also Charttechnik) ist immer bis zu einem gewissen Grad subjektiv: Bei welchem Tief- oder Hochpunkt genau beginnt der Trend? Schon eine vergleichsweise geringe Verschiebung kann die Aussage der Linie verändern.

Nicht so bei technischen Indikatoren: Hier entscheiden mathematische Gesetze über Signale und nicht visuelle Analyse und Erfahrung des Chartisten.

Automatisierte Handelssysteme basieren durchweg auf technischen Indikatoren. Dem Computerprogramm kann leicht „eingetrichtert“ werden, dass eine Longposition immer beim Überschreiten der 200-Tage-Linie zu eröffnen und die Position bei deren Unterschreiten wieder zu schließen ist.

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