Identifizierung des Marktes mit Trendfolgeindikatoren

Trendfolgeindikatoren versuchen, den vorherrschenden Trend im Markt objektiv zu identifizieren und auf möglichst verlässliche Trends aufzuspringen bzw. für diese Handelssignale zu generieren. Die einfachsten Trendfolgeindikatoren sind gleitende Durchschnitte.

Wie funktioniert ein gleitender Durchschnitt?

Jede Analysesoftware enthält gleitende Durchschnitte. In ihrer einfachsten Form werden sie als „Simple Moving Average“ (einfacher gleitender Durchschnitt, abgekürzt SMA) bezeichnet. Die Berechnung ist sehr einfach: Für einen 30-Tage-SMA werden die Schlusskurse der letzten 30 Handelstage addiert und ihre Summe durch 30 geteilt. Am Folgetag werden wiederum die letzten 30 Tage herangezogen: Der älteste Kurs fällt dann heraus. Dadurch folgt der SMA immer dem Markt.

Der SMA dient zur Glättung der Kurse. Je mehr Handelstage in seine Berechnung einfließen desto „träger“ wird er. Dafür sind Handelssignale bei längeren SMAs grundsätzlich aussagekräftiger. Übersteigt der Markt seinen SMA von unten nach oben liegt per definitionem ein Kaufsignal vor.

Der MACD

Gleitende Durchschnitte müssen nicht immer so berechnet werden wie oben beschrieben. Bei so bezeichneten „gewichteten gleitenden Durchschnitten“ werden jüngere Kurse stärker berücksichtigt als ältere und die Durchschnitte damit „signalfreudiger“ gemacht. Besonders stark ist dieser Effekt bei exponentiell gewichteten gleitenden Durchschnitten, die die Grundlage für den MACD-Indikator darstellen.

MACD steht für „Moving Average Convergence Divergence“ und basiert auf drei exponentiell gewichteten gleitenden Durchschnitten. In den Standardeinstellungen fast jeder Analysesoftware werden Durchschnitte mit 12 und 26 Tagen Länge verwendet. Der MACD besteht aus zwei Linien. Die erste Linie (MACD-Linie) ist die Differenz aus der 26-Tage-Linie und der 12-Tage-Linie. Die zweite Linie ist die Signallinie. Bei ihr handelt es sich um einen 9-Tage-Durchschnitt der MACD-Linie. Die Signallinie ist damit zwingend langsamer als die MACD-Linie.

Ein Kaufsignal liegt vor, wenn die MACD-Linie die Signallinie von unten nach oben durchkreuzt.

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