Broker und Signalanbieter

Der Zugang zum Devisenhandel ist ausschließlich über die außerbörslichen Plattformen von Brokern möglich, die sich auf den Handel mit Privatkunden spezialisiert haben. Die Anzahl der Forex Broker im deutschsprachigen Raum hat in den vergangenen 10-15 Jahren ebenso rasant zugenommen wie die Wahrnehmung des Devisenhandels als Anlagemöglichkeit unter Privatanlegern an sich. Trader müssen deshalb schon beim Brokervergleich die Spreu vom Weizen trennen. Neben Marktmodell, Konditionen und Regulierungsumfeld spielt insbesondere die Handelsoberfläche eine große Rolle.

MT-4 Broker dominieren den Markt

Sehr viele Broker verwenden MetaTrader4. Diese Plattform ist ausgereift und für Broker kostengünstig. Über die grundlegenden Handelsfunktionen hinaus bietet MT-4 Charting- und Analysetools und mit Expert Advisors eine Entwicklungs- und Testumgebung für automatisierte Handelssysteme. Diese können auch importiert werden: Die große Reichweite von MT-4 erweist sich hier als günstiger Netzeffekt, da Systeme in großer Anzahl erhältlich sind.

Der nominelle Nachfolger von MT-4 ist MT-5. Die Plattform ist in der „Szene“ bislang allerdings umstritten und konnte sich nicht vollends durchsetzen. Viele Broker bieten nach wie vor ausschließlich MT.-4 an und stellen ihren Kunden MT-5 lediglich als Demoversion zur Verfügung. Alle Plattformen – auch „dritte“ Lösungen – haben sich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt. Ein Schwerpunkt der Entwicklungen der vergangenen Jahre war die Einführung webbasierter und auf mobile Endgeräte zugeschnittener Handelsoberflächen.

Zu den neueren Entwicklungen zählt „Social Trading“: Forex Trading via Copy&Paste im Stile sozialer Netzwerke. Social Trading-Plattformen stehen in Konkurrenz mit gewerblichen Anbietern von Handelssignalen. Nicht nur für Einsteiger, die ohne eigenen Aufwand für die Entwicklung eines Systems auf einer professionellen Grundlage handeln, erscheinen konkrete und ggf. automatisiert umsetzbare Handelssignale als mögliche Lösung.

Mehr Handelsmöglichkeiten mit CFDs

Sowohl Social Trading als auch gewerbliche Signalanbieter lassen allerdings noch einige Fragen offen. Plattformen, auf denen Signalanbieter (zum Beispiel durch eine Umsatzbeteiligung) an der Handelsaktivität ihrer Kunden/Follower beteiligt werden, könnten das Risiko von Interessenskonflikten bergen: Wo eine starke Platzierung in Vergleichsranglisten Umsätze garantiert, wird möglicherweise ein ungewöhnlich großes Risiko in Kauf genommen.

Viele Forex Broker sind zugleich CFD Broker: Der Handel mit Differenzkontrakten ist in Deutschland mindestens ebenso populär wie der Devisenhandel. CFDs erweitern die Handelsmöglichkeiten – die gehandelten Märkte unterscheiden sich in einigen Eigenschaften (Liquidität, Handelspausen, Rollvorgänge) allerdings deutlich vom Devisenmarkt.

Comments 0

log in

reset password

Back to
log in
Choose A Format
Personality quiz
Trivia quiz
Poll
Story
List
Open List
Ranked List
Meme
Video
Audio
Image