Was ist der Unterschied zwischen Automatisiertem Handel und Social Trading?

Sowohl Social Trading als auch automatisierter Handel ermöglichen Tradern unabhängig vom eigenen Erfahrungs- und Kenntnisstand mit geringstmöglichem Aufwand erfolgreich zu handeln: Dazu werden die Signale anderer umgesetzt. Dennoch sind Social Trading und automatisierte Handelssysteme grundlegend verschiedene Angebote.

Bei einem automatisierten Handelssystem werden durch ein Computerprogramm Ein- und Ausstiegssignale generiert. Diese basieren letztlich ausschließlich auf Marktkursen. Positionen werden eröffnet, wenn Indikatoren eine bestimmte Konstellation anzeigen und wieder geschlossen, wenn der festgelegte maximale Verlust (Stop Loss) oder ein Traling Stop erreicht wird. Da auch technische Indikatoren auf der Kursentwicklung basieren, setzt jede durch das System generierte Order eine wie auch immer definierte Kursbewegung voraus: Die Handelssignale erfordern eine bestimmte Entwicklung des Marktes.

Social Trading: Wissen, was gehandelt wird

Bei Social Trading kann das grundlegend anders sein. Nutzer von ST-Plattformen bestimmen einzelne oder mehrere andere Nutzer, über deren Trades sie entweder benachrichtigt oder die sie automatisiert auf dem eigenen Handelskonto spiegeln möchten. Wie genau diese Trades zustande kommen, ist aber zunächst nicht ersichtlich. Die Quelle (also der Nutzer dem gefolgt wird) kann selbst ein automatisiertes Handelssystem nutzen und dessen Signale publizieren – in der Praxis ist das sehr häufig der Fall.

Ebenso möglich ist aber eine rein manuelle Strategie oder gar rein zufälliges Handeln. Trader sollten die Quelle ihrer Signale stets kritisch hinterfragen. Dabei muss berücksichtigt werden, dass einige Plattformen ihren Nutzern Prämien oder Provisionen bezahlen, wenn über die publizierten Handelssignale Umsätze getätigt werden.

Diese Einnahmen dürften umso höher ausfallen, je besser eine Signalquelle (also der Account des Signalgebers) in Vergleichs- und Sortierlisten positioniert ist. Die meisten Social Trading-Portale ermöglichen die gezielte Suche nach Signalanbietern anhand von bestimmten Kennzahlen wie Profitfaktor, maximalem Drawdown usw.

Es gibt mittlerweile jede Menge solcher Anbieter. Ein bekannter deutscher Anbieter für Social Trading ist die Online Plattform Ayondo. Hier kann man erfolgreichen Tradern, aber auch anderen Followern 1:1 folgen. Ein anderer Anbieter ist United Signals – auch hier investiert man direkt in die Trades von Forex Experten. Der große Vorteil bei United Signals ist, dass die Handelsstrategien der einzelnen Forex Experten offengelegt werden.

Wichtig bei der Beurteilung eines erfolgreichen Forex Traders ist, dass dieser zum einen selbst mit realem Geld handelt und seine Performance sich auf einen möglichst langen Zeitraum bezieht, und nicht geprägt ist von ein paar wenigen riskanten Trades. Das maximale Drawdown sollte nach Möglichkeit nicht höher als 15% sein.

Gelingt es einem Trader, bei bestimmten Kennzahlen weit oben zu stehen, kann er ein gutes Geschäft machen. Im schlechtesten Fall lässt er sich dazu hinreißen, nur noch die Positionierung in den Listen zu verfolgen und den Gesamterfolg außer acht zu lassen.

Ganz lässt sich diese Problematik kaum umgehen. Automatisierte Handelssysteme, die vollständig inklusive Script bekannt sind und vorliegen, sind deshalb möglicherweise transparenter als Signale von Social Trading-Plattformen. Aber es bedarf einer intensiveren Einarbeit in die Materie des Devisenhandel – obwohl dies an sich jedem angehenden Forex Trader dringend zu empfehlen ist.

Fallstricke beim Social Trading und worauf man achten sollte

ayondo - Follow your Top Trader Ein wirklich gutes Handelssystem ist ein solches, dass auch über Jahrzehnte profitabel läuft und auch Krisen gut meistert. Es ist also sehr wichtig, bevor man die Trades eines Experten 1:1 mit realem Geld imitiert, zu wissen, nach welcher Handelsstrategie der Forex Experte tradet. Sie finden z.B. bei United Signals Forex Experten, die entweder nach der Fundamentalanalyse traden, oder nach der Technischen Analyse, wie beispielsweise der Trendfolge.

Die Erfolge dieser Experten sind aber oft nur wenige Monate oder wenige Jahre nachweislich ersichtlich. Sie sollten also – bevor Sie sich einem Forexexperten anschließen und dessen System übernehmen, seine Handelsstrategie am besten über einen längeren Zeitraum im Backtest überprüfen (mindestens 15 Jahre), ob diese Strategie auch über einen längeren Handelsverlauf Gewinne erwirtschaftet hätte. Ansonsten ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie nach den ersten Verlusttrades, die zum Forexhandel nun mal dazugehören, dem Experten den Rücken kehren und sich dem nächsten Experten zuwenden – und dem nächsten und dem nächsten. Ziel ist die langfristige Gewinnerzielung – also muss eine Strategie über viele Jahre funktionieren.

Sie sollten also immer wissen, welches Handelssystem der Profi verwendet, ob dieses System einen Langzeittest übersteht und ob es mit den eigenen Vorstellungen übereinstimmt. Denn wenn nicht, wird man dem Experten unter Garantie nicht lange folgen und höchstwahrscheinlich Geld verlieren. Siehe auch „Bevor Sie Follower im Social Trading werden“.

 

 

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