Wie bereits im Devisenhandel Strategie für Anfänger beschrieben eignet sich besonders die Trendfolgestrategie für Einsteiger.

Wie genau funktioniert die Trendfolgestrategie?

Das Prinzip der Trendfolgestrategie ist es, bei einer Aufwärtsbewegung in Long zu gehen und bei einer Abwärtsbewegung Short zu gehen und somit dem jeweiligen Trend zu folgen.

Zwar gibt es bei jedem Trend auch Gegenbewegungen. Diese fallen aber üblicherweise geringer aus, als der Haupttrend. Das heisst, die Ausschläge in der Trendrichtung sind immer größer als entgegen der Trendrichtung. Insofern ist es vom Risikoverhältnis wesentlich sinnvoller, immer mit dem Trend zu traden und nicht gegen den Trend. Die Chance, in einem Longtrend long zu gehen, ist wesentlich größer, als in einem Longtrend short zu gehen. Die Longbewegungen sind viel größer, als die Short-Gegenbewegungen.

Welcher Chart ist bei einer Trendfolgestrategie relevant?

Gut geeignet ist, den Trend anhand des Wochencharts zu beobachten, da dieser die generelle Richtung des Marktes anzeigt. Und auch institutionelle Investoren richten sich üblicherweise am Wochenchart und nicht am Tageschart. Insofern ist der Wochenchart aussagekräftiger als der Tageschart. Prinzipiell kann man sagen, je größer der betrachtete Zeitraum ist, um so aussagekräftiger ist das Signal.

Welche Arten von Trends gibt es?

Man unterscheidet den Aufwärtstrend, der gekennzeichnet ist durch steigende Hochs und steigende Tiefs, den Abwärtstrend, den man an den fallenden Tiefs und fallenden Hochs erkennt und den Seitwärtstrend. Beim Seitwärtstrend haben die Kurse keine klare Richtung, d.h. sie zeigen weder nach oben noch nach unten.

Worauf kommt es bei Trendlinien an und wie legt man eine Trendlinie am besten an?

Rein theoretisch kann man eine Trendlinie an jeden Punkt einer Kurve anlegen und diese Punkte miteinander verbinden. In der Praxis hat es sich aber bewährt, sich markante Hochs und Tiefs einer Kurve auszusuchen und nur diese miteinander zu verbinden. Als markant bezeichnet man solche Hochs und Tiefs, die sich erst nach einer Kurs-Korrektur bilden. Verbunden wird üblicherweise ein Tief mit einem anderen Tief bzw. ein Hoch mit einem anderen Hoch.

Weiterhin ist zu beachten, dass Trendlinien permanent angepasst werden müssen – d.h. im Laufe der Entwicklung eines Charts entstehen neue markante Hochs und Tiefs, sodass die entsprechende Trendlinie sich immer wieder ändert.

Wozu dienen die Trendlinien?

In erster Linie geht es darum, interessante Ein- und Ausstiegspunkte zu finden. Dabei sollte man aber beachten, dass jede Trendlinie auch gebrochen werden kann. Aber auch wenn eine Trendlinie gebrochen wird, bedeutet dies noch nicht, dass ab diesem Moment sich der Trend umkehrt und der Kurs nun in die andere Richtung verläuft. Oftmals holt der Trend erst Luft, bevor er weiter seinem Trend folgt. Solange das Muster der steigenden Hochs und der steigenden Tiefs nicht durchbrochen wird, bleibt die Trendrichtung bestehen.

Die Durchbrechung eines Trends ist daher nicht unbedingt ein Signal, dass eine große Gegenbewegung stattfindet. Es ist daher nicht ratsam, bei einer Brechung des Trends in die entgegengesetzte Richtung zu spekulieren. Nicht umsonst heißt es so schön „The trend is your friend“.

 

Comments 0

log in

reset password

Back to
log in
Choose A Format
Personality quiz
Trivia quiz
Poll
Story
List
Open List
Ranked List
Meme
Video
Audio
Image