Wie entwickelt man seine eigene Strategie für den Devisenhandel?

Hier eine einfache Anleitung.

Das Entwickeln einer eigenen Forex Handelsstrategie ist vergleichsweise einfach. Zwei Fragen sind zu beantworten: Die Frage nach dem Einstiegssignal und nach dem Ausstieg aus dem Markt. Das technische Equipment stellen Broker ihren Kunden ohnehin zur Verfügung: Die Chartsoftware.

Definition des Einstiegssignals

Die wichtigste Frage bei der Entwicklung einer Strategie ist die Definition des Einstiegssignals. Dieses muss mehrere Kriterien erfüllen:

  • Das Einstiegssignal muss eindeutig sein.
  • Das Einstiegssignal muss ein günstiges Chance/Risiko-Verhältnis bieten.
  • Das Einstiegssignal muss sich leicht identifizieren lassen.

Ein Signal ist eindeutig, wenn seine Definition eine objektive Einschätzung über sein Vorliegen ermöglicht. Beispielhaft dafür sind folgende Aussagen (Definitionen)

  • Der Markt befindet sich im unteren Drittel seines Aufwärtstrendkanals.
  • Der Markt hat seinen 28-Tage-Durchschnitt von unten nach oben durchbrochen.
  • Der Markt hat seinen 28-Tage-Durschnitt von unten nach oben durchbrochen. Gleichzeitig liegt die Volatilität über dem Wert X.
  • Der Markt hat eine aussagekräftige charttechnische Formation vollendet.

Günstiges Chance/Risiko-Verhältnis

In allen genannten Beispielen liegt das zweite Kriterium – ein günstiges Chance/Risiko-Verhältnis – bereits vor. Es gibt eine eindeutige Definition für das, was unter einem „günstigen“ Verhältnis zu verstehen ist. Die Technische Marktanalyse basiert auf jahrzehntelangen Erfahrungswerten und ist damit eine empirische Disziplin. Wenn die einschlägige Literatur zum Thema bei einem bestimmten Signal ein günstiges Verhältnis von Chancen und Risiken sieht, liegt dieses grundsätzlich auch vor.

Einfach zu identifizierendes Signal

Auch das dritte Kriterium – die einfache Identifizierbarkeit – ist letztlich eine Definitionssache. In diesem Fall ist das aber unproblematisch: „Einfach“ ist die Identifikation dann, wenn der Nutzer der Strategie den Aufwand für gering hält. Wer maximal fünf Minuten pro Tag investieren möchte, muss auf Indikatoren als Signale zurückgreifen, weil dann eine vollautomatische Identifikation möglich ist, die nur noch abgelesen werden muss: Weist der RSI-Indikator einen relevanten Wert auf oder nicht? Eine solche „0-1“-Strategie lässt sich bei Bedarf auch vollautomatisch umsetzen. Für charttechnische Analysen ist etwas mehr Zeit erforderlich.

Definition des Ausstiegssignals

Jede Strategie im Forex Trading erfordert eine konsequente Verlustbegrenzung. Die Definition des Ausstiegssignals kann deshalb zwei Dimensionen besitzen. Erstens sollte der Ausstieg aus dem Markt erfolgen, wenn das Einstiegssignal nicht mehr gültig ist bzw. ein gegenläufiges Signal vorliegt.

Das ist z. B. der Fall, wenn der 28-Tage-Durchnschnitt wieder nach unten durchkreuzt oder der obere Bereich des Trendkanals erreicht wird . Zweitens sollte der Ausstieg aus dem Markt erfolgen, wenn der Verlust einer Position einen festgelegten Schwellenwert überschreitet. Ist eine(!) der beiden Bedingungen erfüllt, sollte die Position glattgestellt werden.

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