Lohnt es sich, Signale von Drittanbietern zu übernehmen?

Seit es automatisiertem Handel gibt, bieten Dienstleister Forextradern fertige Handelssignale an – manchmal kostenlos, häufiger gegen eine monatliche Gebühr. Die Signale werden den Abonnenten per Mail und/oder SMS gesandt und müssen dann manuell umgesetzt werden.

Ein typisches Handelssignal kann wie folgt aussehen: „Eröffnung Longposition EUR/USD bei 1,3150, SL bei 1,3120. Trailing Stop je volle 50 Pips nachzuziehen“. Dieser kurze Text passt problemlos in eine SMS und enthält alle relevanten Informationen.

Wie erkennt man gute Signalanbieter ?

Wenn die Signale ohne lange Zeitverzögerung umgesetzt werden können, besteht das einzige Problem darin, einen geeigneten Signalanbieter zu finden. Der Markt ist vollkommen unreguliert und spielt sich zum Teil im Ausland ab. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeugen, dass der Großteil der Anbieter seriös arbeitet und tatsächlich ein geprüftes Handelssystem bzw. eine Strategie anwendet um Signale zu generieren.

Informationen über die Anbieter finden sich vorwiegend auf deren Internetseiten und in einschlägigen Foren. Trader sollten beim Vergleich verschiedener Anbieter zunächst einige grundlegende Dinge beachten und z. B. auf ein verständliches Impressum, eine plausible Darstellung des Angebots usw. achten. Es lohnt sich, Anbieter zu googeln.

Nur wenn ein Signalanbieter einen seriösen Eindruck hinterlässt lohnt es sich, sein Angebot auch inhaltlich zu bewerten. Dass die Details eines Handelssystems nicht offengelegt werden, versteht sich von selbst. Dennoch sollte genannt werden, um welchen Typ System es sich handelt (z. B. Trendfolge- oder Ausbruchsystem, Swing Trading usw.).

Welche Angaben zur Performance sind wichtig?

Ferner ist eine Performance-Übersicht zwingend. Aus dieser sollte klar hervorgehen, seit wann das System mit echtem Geld gehandelt wird. Ein Backtestzeitraum (Untersuchungszeitraum) allein reicht nicht aus: Es wäre möglich, dass der Anbieter 20 Systeme rückwirkend getestet und das einzige mit positivem Ergebnis ausgewählt hat: Dann kann es sich um zufällige Erfolge handeln.

Es reicht nicht aus, wenn ein Signalanbieter mit der Anzahl der erzielten Pips wirbt. Folgende Fragen müssen beantwortet werden:

  • Wie viele Trades wurden getätigt?
  • Wie viele davon wurden im Gewinn beendet, wie viele im Verlust?
  • Wie hoch waren der maximale Tages-, Wochen- und Monatsverlust?

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