Wie man Verluste durch Stopps begrenzen kann

Langfristig wird jeder gute und engagierte Trader im Devisenhandel erfolgreich sein. Um bis zum Erreichen dieses „langfristig“ zu überleben, ist vom ersten Trade an strikte Verlustbegrenzung notwendig. Schon bei der Eröffnung einer Position muss feststehen, wann diese wieder geschlossen wird, wenn sich der Markt nicht wie erhofft entwickelt. Das effektivste Werkzeug dafür ist eine Stop Loss-Order.

Ein Stop Loss-Order (SL) kann entweder direkt mit der eigentlichen Order oder direkt nach dieser platziert werden. Technisch gesehen ist eine SL-Order nichts anderes als ein bedingter Auftrag zur Glattstellung der Position: Der Trader legt ein Kursniveau fest, bei dessen Erreichen automatisch eine Glattstellungsorder ausgelöst wird.

Wichtig: Die Order wird auch dann ausgeführt, wenn der Kurs nur für den Bruchteil einer Sekunde das festgelegte Niveau erreicht hat und danach wieder in die andere Richtung dreht. Nach der Aktivierung handelt es sich um eine gewöhnliche Order.

Trailing Stops: Gewinne laufen lassen und Verluste begrenzen 

In der Handelssoftware sind SL-Orders häufig graphisch sichtbar: Auf dem festgelegten Kursniveau verläuft dann eine schmale Linie. Das SL-Niveau kann nicht beliebig nah am Marktkurs zum Zeitpunkt der Eröffnung der Position platziert werden. Liegt es zu nah am Kurs wird die Order zurückgewiesen. SL-Orders schützen vor großen Verlusten: Trader können selbst festlegen, wie viel Geld in einer Position maximal verloren gehen darf.

Eine Abwandlung von SL-Orders sind Trailing-Stops. Diese lösen ein häufiges Problem: Ein einfaches SL schützt lediglich vor Verlusten. Was aber, wenn der Kurs zwischenzeitlich deutlich ansteigt und danach die Gewinne wieder abgibt? Für dieses Problem wurden Trailing Stops erfunden. Ein Trailing Stop ist wie eine Stop Loss Order, die automatisch nachgezogen wird.

Ein Beispiel: Es wird eine Longposition im EUR/USD zu 1,3020 eröffnet. Das SL liegt bei 1,2980. Nun steigt der Kurs um volle 50 Pips auf 1,3070. Das System hebt nun das SL-Level von 1,2980 auf 1,3030 an. Dieser Vorgang erfolgt fortan immer, wenn der Kurs um weitere volle 50 Pips ansteigt: Bei 1,3120, danach bei 1,3170 usw. Fällt der Kurs einmal unter das jeweils letzte SL, wird die Position glattgestellt.

Trailing Stops ermöglichen es somit, auch ohne ständige Präsenz am PC Gewinne zu sichern.

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