Gründe für den Einsatz einer objektiven Devisen Handelsstrategie

Mehrere Gründe sprechen dafür, beim Devisenhandel eine möglichst konkrete und damit objektive Handelsstrategie einzusetzen, anstatt „planlos“ zu handeln. Regelmäßig wird mit einer guten Strategie ein besseres Ergebnis erzielt. Mindestens genauso wichtig: Trader werden mental entlastet.

Wer nicht nur mit Bagatellbeträgen handelt sondern gemessen an den eigenen finanziellen Verhältnissen „richtig Geld“ einsetzt, wird sich schnell mit einem Phänomen konfrontiert sehen: Trading kann regelrechten Stress bedeuten. Die Angst vor Verlusten verursacht ebenso Stress wie der Umgang damit. Noch stressiger ist die Sorge, bereits erzielte Gewinne wieder abgeben zu müssen oder – für die meisten Trader am allerschlimmsten – eine großartige Gewinnmöglichkeit auszulassen.

Trading ist mentaler Stress

Wer diesen Stress nicht richtig kontrollieren kann und ohne Strategie handelt verliert fast immer sehr schnell sehr viel Geld. Typische Verhaltensmuster dieser Art führen zu folgenden Fehlern:

• Verlustpositionen werden nicht geschlossen
• Gewinne werden zu schnell mitgenommen
• Es wird zu oft gehandelt

Gefährlicher Verzicht auf Verlustbegrenzung

Rational betrachtet ist es für den Kontostand egal, ob ein angelaufener Verlust bereits realisiert wurde oder, da die Position noch nicht geschlossen ist, als „nicht realisierter Verlust“ verbucht ist. Vernünftig wäre es deshalb, eine im Verlust stehende Position zu schließen, wenn der pro Trade festgesetzte maximale Verlust erreicht ist.

Viele Trader verzichten jedoch auf ein Stop Loss oder streichen dieses sogar vor der Auslösung, um den erlittenen Verlust nicht realisieren zu müssen. Der Trader will sich den Verlust nicht eingestehen und hält sich am vermeintlich letzten Strohhalm – der Möglichkeit, dass die Position in die Gewinnzone zurückkehrt – fest. Das ist mental kurzfristig bequemer als der schmerzhafte Klick auf „Position schließen“.

Dieses Verhalten ist irrational. Richtig wäre, den Verlust so klein wie möglich zu halten und das verbliebene Kapital in aussichtsreicheren Positionen einzusetzen. Gerade beim Einsatz der im FX Trading üblichen Finanzhebel ist Verlustbegrenzung überlebenswichtig! Eine im Verlust befindliche Position kann immer weiter ins Minus rutschen.

Törichter Verzicht auf Gewinne

So grotesk es klingen mag: Mental überforderte Trader verzichten freiwillig auf Gewinne. Sie missachten die alte Trader-Regel, nach der Gewinne laufen gelassen werden. Stattdessen werden im Plus befindliche Positionen vorzeitig geschlossen. Für die menschliche Psyche kann es schmerzhafter sein, einen bereits erzielten Gewinn wieder zu verlieren als einen Verlust ohne vorangegangenen Gewinn zu erleiden.

Dieses Verhalten findet sich unter anderem nach wichtigen charttechnischen Ausbrüchen, zum Beispiel über einen Widerstand. Vollzieht der Markt die in einer solchen Situation übliche Rückkehrbewegung in Richtung des Ausbruchs, lösen nervöse Trader die Position vorschnell auf und verpassen die eigentliche Kursbewegung.

Nervöses Rein und Raus in den Markt ohne echtes Signal

Ein weiteres mentales Phänomen betrifft die Handelsfrequenz. Viele Trader eröffnen viel zu häufig neue Positionen, obwohl gar kein hinreichend starkes Handelssignal vorliegt. Ein solches ist im kurzfristigen FX Trading aber notwendige Bedingung für Erfolg. Interessanterweise tritt dieses Verhalten sowohl nach Gewinnserien („Suchteffekt“) als auch nach Verlustperioden („Zwang zum Aufholen“) gehäuft auf.

Eine objektive Handelsstrategie löst diese Probleme. Die Strategie bestimmt, wann der Einstieg in den Markt erfolgt und wann Positionen wieder geschlossen werden. Sie entlastet damit den Trader und macht den Handel nicht nur erfolgreicher, sondern auch entspannter.

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