Automatisierter Handel

Vorteile eines automatisierten Handels

Leider ist es eine Tatsache, dass über 95% der Trader mit kleineren Budgets innerhalb von wenigen Monaten ihr Kapital vernichtet haben. Viele starten oft hoffnungsvoll, werden durch erste Erfolge übermütig und müssen dann ein hohes Lehrgeld zahlen: Die absolute Pleite als Daytrader! Der Grund dafür ist, dass sie einem schlechten System folgen oder aus dem Bauch heraus traden und sich auf ihr Glück verlassen. Das kann bestenfalls eine Zeitlang gutgehen. Bei den meisten allerdings folgt ein rascher Absturz.

Die Folge ist, dass die selbsternannten Trader völlig frustriert aufgeben und schwören, niemals mehr in ihrem Leben was an der Börse anzufangen. Die Sache ist aber, Fehler zu machen ist völlig normal. Wichtig ist aber, auch aus den Fehlern zu lernen und seine Konsequenzen daraus zu ziehen. Um so wichtiger ist es daher, dass man sein eigenes System auch real handelt und es ständig verbessert und nicht gleich aufgibt. Wer niemals hinfällt, lernt auch nicht, wie man mit Fehlern umgeht und sie in Zukunft vermeidet.

Es gibt einfach keine permanent erfolgreichen positiven oder negativen Trades. Besonders hilfreich haben sich mechanische Grader erwiesen, die systematisch vorgehen und nicht am Markt, den Kursen oder irgendwelchen Gerüchten kleben. Sie kennen sicherlich das geflügelte Wort „Gier frisst Hirn!“ Viele Trader suchen nach dem Schnell-sehr-reich-werden-Trade und werden schnell übermütig, wenn sich kleine Erfolge einstellen. Die Kunst sind aber kontinuierliche, dauerhafte Gewinne über lange Jahre zu erreichen, sodass es wirklich möglich ist, von den Erträgen zu leben. Und genau darin liegt die hohe Kunst.

Die Erfolgreichen wissen, dass es einfach ist, ein Trader zu werden. Es aber zu bleiben ist äußerst schwierig. Und hier bieten gerade automatisierte Handelssysteme eine hervorragende Hilfe, indem man sie für sich arbeiten lässt. Der große Vorteil ist, dass solche halbautomatischen Systeme grobe Fehler vermeiden und die erzielten Resultate über nachziehende Stopps absichern. Dies erfolgt per Computer, so dass wirklich große Rückschläge vermieden werdne können.

Natürlich bieten auch solche Systeme keine 100%ige Sicherheit und auch hier sind negative Entwicklungen nicht ausgeschlossen. Für den Trader selbst hat es den Vorteil, dass er mit einem gewissen Abstand zum Geld agieren kann. Wer ständig am Monitor die Kurse verfolgt, wird das psychisch nicht allzu lange mitmachen und früher oder später völlig gestresst aufgeben. Mit einem automatischen Systemen halten auch nervlich nicht so starke Menschen viel länger durch, da die einzelnen Aktionen nicht aus eigenem Abtrieb erfolgen, sondern vom Computer die Entscheidungen getroffen werden. Allein das Zuschauen, wie sich das eigene Konto bewegt ist schon nervenaufreibend genug.

 

Grundlagen des Automatisierten Handels

Der automatisierte Devisenhandel hat in den vergangenen Jahren erheblich an Popularität gewonnen. Ein Hauptgrund dafür ist die Handelsplattform MetaTrader-4, die von vielen Brokern eingesetzt wird. Programme, die für die Handelsplattform MetaTrader 4 geschrieben wurden, nennt man Expert Advisor, auch kurz EA genannt. Diese Expert Advisors (EAs) ermöglichen die Entwicklung und den Test von quantitativen Regelwerken, mit der vergleichsweise einfachen Programmiersprache MQL. Auch ist es möglich, fertige EAs zu importieren und durch Dritte programmierte Strategien auf dem eigenen Handelskonto umzusetzen.

Der automatisierte Forex Handel ist für Faulpelze und Tüftler gleichermaßen reizvoll. Es ist möglich, professionell getestete und nachweislich über einen langen Zeitraum erfolgreiche Strategien zu übernehmen, ohne selbst viel Geld oder Mühe in die Entwicklung eines System zu investieren. Umgekehrt erwirtschaften erfolgreiche Eigenentwicklungen nicht nur durch ihren Einsatz, sondern auch durch ihren Verkauf an Dritte Geld.


Social Trading: Ein neuer Trend?

socialtrading

Vom automatisierten Handel grundsätzlich abzugrenzen ist „Social Trading“. Der noch in einem relativ frühen Stadium gediehene Trend setzt an der Funktionsweise sozialer Netzwerke an: Trader können anderen Tradern „folgen“ und deren Orders entweder manuell oder auch automatisiert auf ihrem eigenen Handelskonto spiegeln. Es ist möglich, mit „Followern“ Geld zu verdienen. Deshalb tummeln sich auf Social Trading-Plattformen auch professionelle Signalanbieter, deren Trades durchaus das Resultat automatisierter Handelssysteme sein können. Das lässt sich im Einzelfall aber kaum nachprüfen.

Wer die Trades anderer kopieren möchte kann gezielt – mit den für Handelsstrategien üblichen Kennzahlen – nach erfolgreichen Tradern suchen. Anders als bei Handelssystemen beruhen Kennzahlen wie Trade Ratio und Payoff Ratio allerdings nicht zwingend auf einem plausiblen Zeitraum. Social Trading ist deshalb eine einfache, aber nicht zwingend gleichwertige Alternative zu automatisierten Handelssystemen.

Wie funktioniert automatisierter Handel?

Beim automatisierten Handel werden sämtliche Handelsentscheidungen von einem Computerprogramm getroffen. Das Programm eröffnet und schließt selbständig Positionen im Markt und sichert diese auch gegen zu große Verluste ab. Die Anwesenheit des Traders ist nicht erforderlich. Auch der Computer muss nicht eingeschaltet sein: Das Programm erledigt seine Arbeit direkt auf dem Server des Brokers.

Ein Computerprogramm kann Entscheidungen nicht treffen wie ein Mensch. Es benötigt dafür klare und unmissverständliche Vorgaben: Ein Handelssystem. Das Handelssystem basiert auf Algorithmen die festlegen, unter welchen Umständen in welchem Markt Positionen welchen Umfangs eröffnet und wann diese wieder geschlossen werden.

Automatisch handeln auch ohne Programmierkenntnisse

Umfangreiche Programmierkenntnisse sind für die Teilnahme am automatisierten Handel nicht zwingend erforderlich. Handelsplattformen wie MetaTrader4 ermöglichen die Nutzung fertig programmierter Skripte, die lediglich importiert und aktiviert werden müssen.

Der Algorithmus „kommuniziert“ mit der Handelssoftware. So kann beispielsweise festgelegt werden, dass immer dann eine Longposition eröffnet wird, wenn der Kurs des EUR/USD den zehntägigen gleitenden Durchschnitt von unten nach oben kreuzt (das wäre ein sehr einfaches Handelssystem) und dass die Position jedes Mal mit einem Stop Loss ausgestattet wird, das 20 Pips unter dem Einstandskurs liegt. Überschreitet der Markt seinen Durchschnitt wird automatisch eine Order ausgelöst.

Expert Advisors und MetaTrader

Wer selbst eigene Handelssysteme entwickeln möchte, sollte allerdings über einige Programmierkenntnisse verfügen. Automatisierte Handelssysteme bei MetaTrader4 werden in der Programmiersprache MQL4 erstellt. Für MT-4 existiert die größte Anzahl fertiger Handelssysteme, die zum größten Teil frei erhältlich sind.

Automatisierter Devisenhandel ist kein „Voodoo-Zauber“. Technisch orientierte Strategien dienen dazu, erfahrungsgemäß günstige Marktkonstellationen anhand objektiver Kriterien zu identifizieren. Die objektiven Kriterien können in Programmiersprache umgesetzt und damit dem PC „erklärt“ werden.

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